Leitsatz Maria Montessoris: Der Fehler ist dein Freund. Er zeigt dem Kind, wo es sein Wissen vertiefen kann und neue Erkenntnisse zu gewinnen sind. Das Augenmerk liegt auf die Dinge, die bereits gekonnt, gelernt und erworben worden sind.
Die Beurteilung durch Noten wird ersetzt durch die individuelle verbale Einschätzung der Lernentwicklung des Kindes und eine regelmässige Beratung des Kindes über die nächsten Lernschritte.
Lerninhalte werden mit mündlichen oder schriftlichen Test abgeschlossen werden. Die Materialien verfügen grösstenteils über eine Selbstkontrolle, so dass die Kinder eigenständig ihre Sicherheit in einem Lerngebiet prüfen können und dementsprechend wiederholen, vertiefen oder beim nächsten Lernschritt weiterarbeiten.
Die Lernergebnisse des Kindes werden halbjährlich jeweils am Ende eines Semester in einem Lernbuch dokumentiert und den Eltern vorgelegt. Das Lernbuch enthält die obligatorischen Lernziele eines Schuljahres gemäss dem Aargauer Lehrplanes in Kombination mit dem montessorianischen Curriculum.
Mindestens einmal jährlich wird ein Beurteilungsgespräch mit Eltern, Lehrpersonen und Kind zur Persönlichkeits- und Leistungsentwicklung des Kindes geführt. Im Interesse einer intensiven Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule sind weitere Gespräche möglich.
Jedes Kind führt eine Portfoliomappe mit seinen besten Arbeiten , welche das Kind halbjährlich seinen Eltern präsentiert.
Wir schätzen die intensive Zusammenarbeit mit Fachpersonen wie Schulpsychologen und verschiedene Therapeuten und legen grossen Wert auf ihre fachliche Beurteilung und therapeutische Unterstützung eines Kindes.
Übertritt in die Oberstufe
Ab Mitte des 4. Schuljahres werden die Kinder gezielt auf den Übertritt in die Oberstufe vorbereitet.
Zu Beginn des Schuljahres werden Eltern und Kinder des 4. Schuljahres über das Übergangsprozedere unserer Schule und die Oberstufe informiert.
4. Schuljahr: In zwei Standortgesprächen im September und im Januar werden mit den Eltern, dem Kind und der Lehrperson im gemeinsamen Gespräch Zielvereinbarungen für die Dauer eines Semesters formuliert. Das Kind bereitet sich mit einer Selbsteinschätzung darauf vor. Im Laufe des 4. Schuljahres werden die Kinder mit kleinen Prüfungsserien langsam auf die effektive Vorbereitung von Prüfungen und den Umgang mit Prüfungssituationen vorbereitet. Statt Noten erfolgt die Auswertung durch ein Feedback der Lehrperson und das gemeinsame Planen von Wiederholungsmöglichkeiten und Finden von individuellen Lernstrategien.
5. Schuljahr: In zwei Standortgesprächen im September und im Dezember werden wieder die Ziele formuliert - jetzt bereits im Hinblick auf die mögliche Oberstufenform, die von Eltern, Kind und Lehrperson angedacht ist. In einem Übertrittsgespräch im Februar/ März wird gemeinsam mit den Eltern, dem Kind und der Lehrperson in Rücksprache mit der Schulleitung die Entscheidung für die jeweilige Oberstufe (Realschule, Sekundarschule, Bezirksschule) getroffen. Die Empfehlung erfolgt gemäss des Leitungsstandes, aber auch der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Die zuständige Schulpflege bzw. die aufzunehmende Schule entscheidet, ob Kinder aus Privatschulen auf Grundlage der Empfehlung der Lehrkraft angenommen werden oder eine Aufnahmeprüfung für die Oberstufe ablegen müssen. Im ersten Semester des 5. Schuljahres nehmen die Kinder parallel zu den öffentlichen Schulen an den Querprüfungen des Bezirkes Brugg teil.